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Tag des Handwerks in Spandau 3. September 2011

Besuchen, Bestaunen, Mitmachen


Getreu dem Motto „Besuchen, Bestaunen, Mitmachen“ lud der Caiju e.V. im Rahmen des bundesweiten Aktionstages am 3. September 2011 in die Spandauer Neustadt zum lokalen Tag des Handwerks ein.

Der Verein hat seit vielen Jahren, insbesondere durch das Projekt TeenKom seinen Tätigkeitsschwerpunkt in der beruflichen Integration von Jugendlichen und setzt seit 2009 neue interaktive Ansätze für Jugendliche im Übergang Schule Beruf in Berlin um. Der Spandauer Tag des Handwerks war eine neue Herausforderung für den Verein, die dieser mit viel Engagement und dank der Unterstützung vieler ortsansässiger Institutionen und Personen erfolgreich umgesetzt hat.

In Kooperation mit dem Spandauer Quartiersmanagement, engagierter Bewohner des Quartiers, dem Spandauer Wirtschaftshof e.V. und der Handwerkskammer Berlin wurde in einer kleinen, bunten Veranstaltung im Innenhof des Hostel Reiter in der Kurstrasse 20 das örtliche Handwerk präsentiert.

Willkommen, Tag des Handwerks, 3. September 2011
v.l. Konrad Birkholz, ein Besucher, Gabriele Fliegel, Benjamin Brannies (Quartiersrat), zwei Blitzjobberinnen, Florian Thamm (Coopolis), Christine Otto (Quartiersmanagement), Karsten Berlin (Handwerkskammer) und Sally Grabosch (Caiju e.V.)


Eröffnet wurde die Veranstaltung mit Grußworten des Bezirksbürgermeisters Herrn Birkholz, des Vizepräsidenten der Handwerkskammer Herrn Berlin und der Vorsitzenden des Spandauer Wirtschaftshofes e.V. Frau Fliegel, die in ihren Ansprachen nicht nur die besondere Stellung des Handwerks für die Gesellschaft, sondern auch das lokale Handwerk gebührend würdigten.

"Ich wünsche mir“, so der Bürgermeister, „dass viele junge Leute wieder entdecken, dass auch ein handwerklicher Beruf nicht nur einen goldenen Boden haben, sondern auch berufliche Befriedigung bringen kann. Deshalb ist es mir wichtig, dass solche Veranstaltungen es den Menschen wieder näher bringen". Herr Berlin von der Handwerkskammer ergänzte: „Im Mittelpunkt steht der Mensch, nicht die Maschine. Und nicht zuletzt findet man das Handwerk gewöhnlich in seiner Nachbarschaft. Wir werden es nachher beim Rundgang im Quartier sehen: Hinter jeden zweiten Fassade verbirgt sich dann auch ein Handwerksbetrieb.“

Willkommen, Tag des Handwerks, 3. September 2011
Malermeister Hermann Kalus und Ulli Feick vom Fahrradmuseum


Insgesamt beteiligten sich an geführten Kiezrundgängen und mit Ständen am Veranstaltungsort über 20 lokale Handwerker und Unternehmen, Aus- und Weiterbildungsbetriebe, der Arbeitgeberservice und die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Nord, der lokale JobKiosk.Plus sowie die Schülerfirma Woodpeckers. Viele kleine und große Besucher nutzten bei blauem Himmel und Sonnenschein die Gelegenheit, das vor Ort ansässige Handwerk kennen zu lernen und sich über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu informieren. Die Spandauer „Blueberry-Bar" bot alkoholfreie Cocktails an und fünf Blitzjobber aus dem TeenKom Projekt sorgten mit Catering für das leibliche Wohl der Gäste.

Auch praktisch probierten sich interessierte Besucher an einigen Ständen aus. So konnte man unter anderem bei Frau Gerner ein Glas selbst gravieren, bei der Wollwerkstatt zuschauen wie ein Spinnrad funktioniert oder sich vom Malermeister Kalus zeigen lassen wie Holzimitate angefertigt werden.

Willkommen, Tag des Handwerks, 3. September 2011
Inge Gerner lässt junge Bewohner aus dem Quartier die Faszination der Glasgravur erleben


Bei Kiezrundgängen demonstrierte das Team der Firma Niederberger wie schwer Graffitis zu entfernen sind, in der Werkstatt der Tischlerei Le Bon Bois wurden Meistermöbel gezeigt, in Ullis Fahrradmuseum Hochrad und Co bestaunt und in der Eisdiele Il Ritrovo genüsslich eine Kugel Eis geschleckt, denn auch Eismacher ist ein Handwerksberuf.

Besondere Highlights der Veranstaltung waren der Auftritt der Musiker von Klangholz, die auf selbstgebauten Instrumenten musizieren, und ein 90-minütiger Handwerkerfilm, eine Collage von 17 Einzelinterviews. Im Vorfeld der Veranstaltung haben jugendliche Blitzjobber Gespräche mit lokalen Handwerkern geführt. .Das Ergebnis dieser Arbeit ist ein sehr interessanter und berührender Film über die Vielfalt handwerklicher Berufe, verknüpft mit vielen persönlichen Einblicken in die Lebenswelt der Handwerker.

Zum Ende der gelungenen Veranstaltung konnte man sich zurückbesinnen auf die einführenden Grußworte von Frau Fliegel: „Sie sehen, das Interesse am Handwerk ist groß. Wir haben 1.600 Handwerksbetriebe in Spandau und ich wünsche, dass das heute keine Eintagsfliege ist, sondern, dass wir das, Herr Berlin, vielleicht zu einer regelmäßigen Einrichtung auf diesem Hof machen können."

Siehe auch www.caiju.de/handwerk